Vom 1. März bis zum 7. Mai 2009 war Oliver bereits zum zweiten Mal als Saxophonist auf der MS EUROPA unterwegs. Während die Tour ihn das letzte Mal quer über den Pazifik geführt hat, ging es diesmal von Singapur über China, Vietnam, Thailand, Sri Lanka, Indien, Oman, Jemen und Ägypten nach Zypern.
Um die Reiseberichte aufzurufen, könnt Ihr entweder den entsprechenden Punkt auf der Karte auswählen oder in der Liste der Berichte unter der Karte stöbern. Da die Reiseroute der MS Europa aufgrund von Witterungsbedingungen oft während der Tour geändert werden muss, stimmt die auf der Karte eingezeichnete Kurs unter Umständen nicht mit der tatsächlichen Route überein.
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Dubai, 20. April 2009
Es sieht hier aus, wie in einer riesengroßen Hollywoodkulisse. Alles ist so sauber, das man vom Fußboden essen könnte.
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Jemen, 25.-28- April 2009
Urlaub! Was, Urlaub? Hat der doch seit dem 1. März!, werden jetzt einige aufschreien. Wegen der Bedrohung durch Piraten im Golf von Aden hat sich Hapag-Lloyd entschlossen, alle Passagiere und einen großen Teil der Besatzung für 3 Tage in den Oman und nach Jemen auszuschiffen.
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Bombay, 17. April 2009
Nach den Berichten von Kollegen erwartete ich Schlimmstes. Sie erzählten von Dreck, Bettlern und Chaos.
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Indien, 12. und 15. April 2009
Ich habe schon viel gehört von Indien. Von Freunden, in Reiseberichten und auch in Vorträgen hier an Bord. Was ich jetzt weiß: Man kann es nicht in Worte fassen. Nicht das Schöne, nicht das Hässliche, nicht den Dreck, den Gestank und die schwülheisse Luft.
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Birma, 10. April 2009
Es läuft grad das Ablegemanöver. Der Lotse hat sich eine halbe Stunde verspätet. Nach Port Blair werden wir jetzt also mit voller Kraft fahren, um das wieder aufzuholen.
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Thailand, 02. - 03. April. 2009
Laem Chabang ist sowas, wie der Ballermann Asiens. Deutsche, englische, amerikanische und oh welch ein Graus, holländische Küche. Dazu Shoppingmalls und Märkte für billige Klamotten.
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Bayrischer Frühschoppen, 01. April 2009
Es gibt merkwürdige Augenblicke hier. Am 1. April auf dem Weg von Vietnam nach Thailand auf dem Meer bei 36 Grad einen bayrischen Frühschoppen zu spielen ist aber das Schrägste, was mir hier an Bord passiert ist.
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Vietnam, 01. April 2009
Vietnam hat Spaß gemacht. Das Feilschen um Preise, die vermummten Mopedfahrer, der morbide Charme und dann noch die an allen Ecken immer wieder auftauchenden französischen Kolonialzeitbauten. Der Kaffee schmeckt herrlich. Vietnam ist der größte Kaffeexporteur.
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Da Nang, 28. März 2009
Es wird wieder warm. Nach dem kalten China und Japan hatten wir heute endlich wieder über 30 Grad. Lange Kleidung und Sonnenschutz war also Pflicht.
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Ha-Long-Bay, 27. März 2009
Sie ist wohl die schönste Bucht dieser Erde. Am Morgen noch in mystischen Nebel getaucht. Ein herrlicher Blick erwartete mich, als ich mit Frühstücksei und Obst bewaffnet einen Platz auf der Terasse des Lido Restaurantes enterte.
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Hong Kong, 25. März 2009
Hätte ich heute nur ja gesagt, würden in meinem Schrank hier ca. 300 Anzüge hängen und ich hätte 200 Rolexuhren an meinem Handgelenk.
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Hong Kong, 24. März 2009
Nebel, der sich nur langsam verzieht, umgibt die Wolkenkratzer von Hong Kong. Diese gigantische Kulisse ist morgens nur zu erahnen.
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Ishigaki, 23. März 2009
Wie die Chinesen Neues erschaffen, ist schon sehr beeindruckend, vor allem die Geschwindigkeit, in der dieses passiert. Dass aber damit alle kulturellen Wurzeln vernichtet werden und verloren gehen ist sehr schade.
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Nanjing, 19. März 2009
Nanjing, naja erst mal der Hafen.
Der Wecker schellt und da ist noch ein Geräusch. Das Bugstrahlruder und der Azipodantrieb sind gerade damit beschäftigt das Schiff einzuparken. Ich habe also vor dem Landgang noch Zeit, ein paar Runden auf dem 9. Deck zu laufen.
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Qingdao, 17. März 2009
10.00 Uhr Sicherheitsdrill mit dem Sicherheitsoffizier. Eigentlich ist die Band ja im Falle einer Havarie zu nix Sinnvollem zu gebrauchen. Wir heissen Supernumary. Ich sag immer die Supernullen. Aber heute wurden wir zu einer Sicherheitsübung bestellt.
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Von Korea nach Qingdao, 16. März 2009
Ein Seetag. Was macht man da?
Für Shuffleboard ist es zu kalt. Also bleiben die Vorträge und der Tanzkurs. Hmm, also wer mich kennt weiß, dass ich dann doch im Bett liegen blieb.
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Xiamen, 10. März 2009
Die letzte Nacht war stürmisch. So stürmisch, daß ich nachts nochmal auf die Bühne ging, um alle Instrumente vor dem Umfallen zu sichern.
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Auf See, 9. März 2009
Nach zwei Tagen Erkältung geht es mir heute schon wieder besser. Ich hab jede freie Minute im Bett verbracht.
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Manila, 7. März 2009
Nun sitze ich wieder in meinem Lieblingsrestaurant an Bord. Das Oriental. Hier wird einem die Serviette auf dem Schoss platziert und es herrscht eine sehr ruhige, entspannte Stimmung. Ich habe mich für alle vier Gänge entschieden. Gebackene Wan Tans, Rinderbrühe, Glasnudelsalat, Schweinefleisch mit Bambus und das Dessert.
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Brunei, 5. März 2009
Nach zwei Tagen in Singapore mit Proben, Soundchecks und den ersten Abenden in der Clipperlounge, liegen wir jetzt in einem Industriehafen in Malaysia.
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An Bord der KLM, 28. Februar 2009
Jetzt weiss ich wieder, warum sich meine Urlaube eher in Europa abspielen als in Asien oder Südamerika. Nicht nur der ökonomische Zwang bewegt mich dazu. Kurz nach dem Start vom Flughafen Amsterdam/Schipol, als die "fasten seat belts"-Zeichen erloschen, näherte sich die Sitzlehne meines Vordermanns meinem Kopf bis auf etwa 30 Zentimeter.
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Berlin, 27. Februar 2009
Mit den der Weite seiner Reise wenig angemessenen Worten "Machs gut!" verabschiedete sich Oliver gegen 16.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit per SMS. Von Berlin-Tegel ging's für ihn dann zunächst nach Amsterdam - vermutlich direkt über die Trümmer der vor ein paar Tagen dort zerschellten türkischen Boeing hinweg - und anschließend direkt nach Singapur. Wenn alles gutgegangen ist, sollte er dort gegen 16.00 Uhr Ortszeit am 28. Februar angekommen sein - bei uns ist es dann gerade mal acht Uhr Morgens.
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